Illustration: Vier Menschen lehnen nebeneinander an einer Wand und blicken freundlich nach vorn — eine Frau mit dunkler Brille und weißem Langstock, eine Frau im Rollstuhl, ein Mann mit verschränkten Armen und eine junge Frau mit Mütze.
ARTIKEL | BARRIEREFREIHEIT07.08.2026

Mein Abschluss des IxDF-Kurses „Design für alle“

Wie kann inklusive Gestaltung helfen, digitale Produkte für alle Menschen zugänglicher, robuster und besser zu machen?

Ein Ansatz, der über reine Barrierefreiheit weit hinausgeht

Ich habe den Kurs „Design for All“ der Interaction Design Foundation von Frank Spillers, Service Designer sowie Founder und CEO von Experience Dynamics, erfolgreich abgeschlossen und dabei die Auszeichnung „Top 10% Course Taker“ erhalten. Im Kern bedeutet Design for All, Produkte und Services so zu gestalten, dass sie für möglichst viele Menschen zugänglich, nutzbar und sinnvoll sind, unabhängig von ihren Fähigkeiten, Einschränkungen oder Nutzungskontexten.

Design for All geht über reine Barrierefreiheit hinaus: Es versteht Accessibility nicht als nachträgliche Korrektur, sondern als festen Bestandteil des Design- und Entwicklungsprozesses. Während User-Centered Design den Menschen in den Mittelpunkt stellt, aber nicht immer die gesamte Vielfalt menschlicher Bedürfnisse abdeckt, denkt Design for All diese Vielfalt von Anfang an mit. Universal Design verfolgt oft die Idee einer Lösung für alle, vor allem in physischen Umgebungen und Produkten. Inclusive Design wiederum betont stärker die aktive Einbindung unterrepräsentierter Nutzergruppen. Design for All verbindet diese Perspektiven und überträgt sie konsequent auf digitale Produkte, Services und Organisationen.

Was ich dabei gelernt habe

  • Barrierefreiheit frühzeitig und proaktiv in Design- und Entwicklungsprozesse zu integrieren
  • Standards wie WCAG anzuwenden und darüber hinauszugehen, um Nutzbarkeit und Qualität zu verbessern
  • Für unterschiedliche Bedürfnisse zu gestalten, darunter visuelle, auditive, kognitive und motorische Einschränkungen
  • Interfaces so umzusetzen, dass sie mit assistiven Technologien wie Screenreadern, Captions und alternativen Eingabemethoden funktionieren
  • Praktische Techniken wie ARIA-Markup und beschreibende Alt-Texte gezielt einzusetzen
  • Mit dem Geschäftswert von Barrierefreiheit über Kapitalrendite, Marktreichweite und Markenvertrauen zu argumentieren
  • Produkte mit Accessibility-Checks und Templates zu evaluieren
  • Programme für Barrierefreiheit organisatorisch aufzubauen und skalierbar im Unternehmen zu verankern
Kursurkunde der Interaction Design Foundation für Eike Otto, Mitgliedsnummer 179262, ausgestellt am 7. August 2026 für den Kurs „Accessibility: How to Design for All“, mit dem Vermerk „Distinction: Top 10% in class“ und den Unterschriften der beiden IxDF-Gründer Mads Soegaard und Rikke Friis Dam.
IxDF Kurs Zertifikat für „Design für alle“

Zertifikat für den Kurs

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